Brachycephale
Der Mops ist eine brachycephale Rasse, das heißt, er hat einen rundlichen Kopf und eine kurze Schnauze mit leicht hervorstehenden Augen. Deshalb kommt es oft zu schwerwiegenden Problemen mit der Atmung,
Brachycephalie kann und wird zu Problemen der oberen Atemwege führen (brachycephales Syndrom). Als charakteristische Befunde gelten verengte Nasenlöcher und Nasenhöhlen, ein verlängertes und verdicktes Gaumensegel sowie Veränderungen am Kehlkopf. Darüber hinaus können die Rachenmandeln in den Innenraum der Atemwege gezogen werden, wenn der Unterdruck beim Einatmen zu groß wird. Dies kann zu Atemproblemen, Erstickungsanfällen, Ohnmacht, zumindest aber röchelnden Atemgeräuschen und Schnarchgeräuschen führen.
Zudem sind hervorstehende, teils auch vergrößerte Augen zu beobachten, was zu häufigen Verletzungen der Hornhaut führt.
Ebenso sind Hunde brachycephaler Rassen häufiger von Geburtsstörungen betroffen.
Folgende Rassen sind vom Auftreten von Brachyzephalie und den Folgen aufgrund der Zuchtentwicklung der letzten Jahrzehnte betroffen:
- Mops
- Englische Bulldogge
- Französische Bulldogge
- Boxer
- Malteser
- Shih-Tzu
- Pekinese
- Chihuahua
- King-Charles-Spaniel
- Yorkshire-Terrier
Starke Erscheinungsformen von Brachycephalie gelten laut einem Gutachten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft als verbotene Qualzucht. In dem Gutachten werden den Zuchtverbänden Untersuchungen betroffener Tiere, Zuchteinschränkungen und geänderte Zuchtstandards empfohlen. siehe auch www.aciev.de {Buch Empfehlung: "Fachliteratur für Hundehalter und Hundezüchter zum Nachweis der Sachkenntnis für die Hundezucht nach §11 des Tierschutzgesetzes}

